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medipark:news 02 2013

9 Vorsorge Darmspiegelung hilft Leider wird die Vorsorgedarmspiege- lung nach wie vor nicht so oft in An- spruch genommen wie nötig. Seit über zehn Jahren hat jeder, der über 55 Jahre ist, Anspruch auf eine Darmspiegelung, das heißt zur Darmkrebsvorsorge. Auch wenn keine Beschwerden bestehen, darf und sollte jeder Mensch eine Darmspiegelung vornehmen lassen. Bei rechtzeitiger Untersuchung können Darmkrebsvorstufen, sogenannte Poly- pen, die gutartig sind, erkannt und be- seitigt werden. Lässt man die Polypen weiter wachsen, wird meist Darmkrebs draus. In neuen Untersuchungen in Deutschland und Amerika wurde nach- gewiesen, dass bei Menschen, die eine Darmkrebsvorsorge-Darmspiegelung nicht durchgeführt haben, 70 Prozent häufiger Darmkrebs auftritt als bei Pa- tienten, die sich rechtzeitig einer Vor- sorgedarmspiegelung unterzogen ha- ben. Selbstverständlich besteht schon vor dem 55. Lebensjahr Anspruch auf eine Darmspiegelung, wenn entspre- chende Symptome (Blut im Stuhl, Bauchschmerzen, Veränderung der Stuhlgewohnheiten, Veränderungen im Blutbild, …) vorliegen. Eine solche Darmspiegelung kann schmerzfrei in der Praxis Dr. Arnold, Dr. Beer, Prof. Kreuser im Gewerbepark durchgeführt werden. Das Team der Praxis hat sich jetzt mit Frau PD Dr. med. Endlicher, ei- ner Oberärztin der Universitätsklinik Regensburg, verstärkt. Asthma bronchiale im Kindes- und Jugendalter Erkrankungen der Atemwege zäh- len unter anderem zu den großen Volkskrankheiten und stellen ge- rade im Kindes- und Jugendalter eine in Zunahme begriffene chro- nische Erkrankung dar. Asthma bronchiale wird definiert als entzündliche Erkrankung der Atemwege mit bronchialer Über- empfindlichkeit. Auslöser können zum Beispiel Pollen, Rauch, Staub, Infekte, kalte, feuchte Luft, körper- liche Anstrengung sein. Typische Symptome sind Husten und/oder Atemnot, sie können anfallsartig oder persistierend auftreten, im Wechsel mit beschwerdefreien In- tervallen. Jedes Kind beziehungs- weise jeder Jugendliche mit Hus- ten, der länger als zwei Wochen anhält, sollte daher von einem er- fahrenen pulmologisch versier- tem Kinderarzt mittels Lungen- funktionsdiagnostik, Allergietest et cetera diagnostiziert und be- handelt werden. Ziel ist eine Symptomfreiheit bei normalem Lebensstil ohne Einschränkung in Schule und Sport sowie eine unge- störte Nachtruhe. Weitere Informationen gibt es in der Kinderarztpraxis von Dr. Eich- horn unter der Telefonnummer (09 41) 4 61 30 32. Höhere Wirksamkeit und weniger Nebenwirkungen Die Säulen der Behandlung von Krebser- krankungen sind die Operation, systemi- sche Therapie und Strahlentherapie. Wer- den diese Behandlungsmöglichkeiten frühzeitig, in der korrekten Reihenfolge und leitliniengerecht eingesetzt, können heute etwa 60 Prozent von Patienten mit Krebserkrankungen geheilt werden. Durch die Einführung der individualisier- ten, das heißt auf jede Tumorzelle ausge- richteten Behandlung, konnten die The- rapieerfolge weiter gesteigert und die Nebenwirkungen wesentlich vermindert werden. Bevor eine systemische Behand- lung mit Zytostatika, Antikörpern oder molekularen Hemmstoffen erfolgt, muss der Patient gründlich untersucht werden und auf den Tumorzellen die Ankerplätze für Antikörper (Rezeptoren), in den Tu- morzellen die Art der Weitergabe von In- formationen (Signaltransduktion) und im Zellkern die Chromosomen und deren Bausteine, die Gene, mit molekulargene- tischen Methoden untersucht werden. Erst wenn alle diese Informationen über den Patienten und die Tumorzellen vor- liegen, ausführliche Gespräche mit dem Patienten geführt wurden und er so um- fassend über die Ziele der Behandlung und die Nebenwirkungen und deren Vor- beugung aufgeklärt wurde, darf eine Tu- morbehandlung erfolgen. Bei den meis- ten Krebserkrankungen konnten in den letzten Jahren neue Medikamente durch exakte Untersuchungen auf und in den Tumorzellen entwickelt werden: bei der chronisch myeloischen Leukämie Imati- nib, Nilotinib und Dasatinib, bei den ma- lignen Lymphomen Rituximab, beim bösartigen Hautkrebs Vemurafenib und Ipilimumab, beim Brustkrebs Herceptin und Pertuzumab, beim Nierenzell-Karzi- nom Sutent und Axitinib, beim Lungen- krebs Erlotinib und Afatinib, beim mye- lodysplastischen Syndrom Lenalidomid und Vidaza, beim Leberkrebs Nexavar, beim Darmkrebs Avastin und Cetuximab, Zytiga beim Prostatakarzinom und Ruxo- litinib bei Myelofibrose, um nur einige der neueren, Medikamente in der erfolg- reichen systemischen Behandlung von Krebserkrankungen zu nennen. Das Ge- spräch mit dem Patienten und das Zuhö- ren des Arztes ist gerade bei Patienten mit Tumorerkrankungen die wichtigste Voraussetzung für eine sinnvolle indivi- dualisierte und zielgerichtete Behand- lung.

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