Ambulante Handgelenkspiegelung
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Informationen zu Diagnose- und Operationstechniken der Praxis Dr. Ulrich Bartelmann (Stand: 12. Dezember 2012)

Das Handgelenk ist eines der kompliziertesten Gelenke des menschlichen Körpers. Beteiligt sind Elle und Speiche, acht Handwurzelknochen sowie zum Teil auch die angrenzenden Mittelhandknochen. Die Stabilisierung erfolgt durch Bänder zwischen den Handwurzelknochen, einen Faserknorpelkomplex ellenseitig (Diskus) sowie weitere Bandsysteme, die diese Strukturen verbinden. Dadurch werden einerseits verschiedenste, fein abgestufte Bewegungen (Streckung, Beugung, Abspreizbewegung, Umwendbewegung), andererseits auch ein kraftvolles Zugreifen ermöglicht.
Erkrankungen und besonders Verletzungsfolgen im Bereich des Handgelenkes können starke Schmerzen verursachen, bei Nichtbehandlung zu einer dauerhaften Bewegungseinschränkung und im Extremfall zu einer Versteifung des Handgelenkes führen. Bei der Spiegelung lassen sich Verletzungen der Bänder der Handwurzel und des ellenseitigen Faserknorpelkomplexes, auch entzündliche Veränderungen im Innenraum des Gelenkes, nicht nur sicher feststellen oder ausschließen, sondern teilweise gleich während der Spiegelung behandeln. Manchmal ist auch eine weitere Operation notwendig.
Auch lässt sich ein sogenanntes „Überbein“ (Ganglion) am Handgelenk in der Regel im Rahmen einer Spiegelung entfernen. Dadurch wird ein größerer Schnitt vermieden. Es handelt sich bei der Handgelenkspiegelung um einen relativ kleinen Eingriff unter ambulanten Bedingungen. Dabei gelangt man mit einem feinen, nur 2,5 Millimeter durchmessenden Instrument in das Handgelenk. Der Patient spürt davon nichts, denn dieser Eingriff wird in Betäubung des Arms oder in einer leichten Narkose durchgeführt.
(Eine Veröffentlichung aus dem laufenden MediPark-Panorama in der Mittelbayerischen Zeitung, Regensburg /sv)